Verein:K.Ö.St.V. Nibelungia Melk
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Datum und Uhrzeit:2017-03-30 - 18:29
 
 

Bericht - Detail


26.11.2016

Markus Thöni referiert über Walter Prinzl - 5. Couleurwissenschaftliches Symposium Nieblungias

Markus Thöni ist der profundeste Kenner der Geschichte der Melker Studentenverbindung Nibelungia. Um sein Wissen vor allen an die jüngeren Bundesbrüder weiterzugeben, veranstaltet er nach gewissenhaftem Quellenstudium Symposien, die sich mit speziellen historischen Themen der Korporation befassen. Diesmal widmete er sich dem Schöpfer des Nibelungenfreskos an unserem Turm, dem akademischem Maler Walter Prinzl, einem nahezu unbekannten Melker Couleurstudenten.

Das vollbesetzte Turmstüberl in der Haidvoglgasse 6 bewies das große Interesse der Kommilitonen an dem Thema. Er skizierte den Lebenslauf des Künstlers vom Studenten in Melk und Krems, bis zum Architektur- und Kunststudium in Wien, wo er der akad. Verbindung Teutonia beitrat. Seine beliebtesten Motive waren Bauwerke in der Wachau, seine Techniken Radierungen, Holzschnitte, Buntstiftzeichnungen, Buchillustrationen aber auch Skulpturen. Auch das Grabkreuz für seine Schwester Mitzi, das wenig später auch seines sein sollte, entwarf er selbst. 1931 fertigte er über Auftrag der Melker Sparkasse am damaligen Sparkassen-, dem heutigen Nibelungenturm das Fresko „Siegfried fällt unter dem Speer des Hagen“, einer nach damaligen Meinungen der modernsten Sonnenuhren seiner Zeit. In dieser Epoche schuf er auch eine Couleurpostkarte für unsere Nibelungia sowie eine Einladungskarte für die Schlaraffia Medelike. Er entwarf auch das Plakat der Melker Sonnwendfeier und lange Zeit schmückte sein Stift Melk die Umschlagseite der Melker Mitteilungen.

5. Couleurwissenschaftliches Symposium Nieblungias
Foto zeigt Markus Thöni v. Dr. cer. Laurin mit Philip Tiefenböck v. Philo, Paul Kochberger v. Kalinero und Benedikt Pfeffer v. Soizi
Ferner Friedrich v/o Dr. cer. Ödipus